Veranstaltungen

Fachvortrag über imkerliche Betriebsweisen

Am 26.2.2019 von 19 Uhr bis 22 Uhr findet in Diebach, Gasthaus Grüner Baum ein Vortrag über imkerliche Betriebsweisen statt. Vortragender ist der Fachberater Gerhard Müller-Engler. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen.

7.7.2019: Fahrt nach Veitshöchheim zum Tag der offenen Tür mit Fachvorträgen. Ein fahrender Imkerbedarfsladen ist vor Ort.

Neuimkerkurs 2019

Auch im Frühjahr 2019 wird wie in den vergangenen Jahren wieder ein Neuimkerkurs beginnen. Der erste Kurstag wird am Samstag, den 16.3.2019 um 10 Uhr im Gasthaus Grüner Baum in Diebach bei Neustadt sein. Dies ist nur der Treffpunkt und wegen der Kälte auch der Ort für die Theorie. Anschließend geht es zu den Bienen am Lehrbienenstand.

 

Anmeldung bei:

Josef Heller

Herrnneuses 80

91413 Neustadt/Aisch

Tel.: 09161-9565

 

E-Mail: sepp.heller@t-online.de

 

Vorläufiges Programm für den Imkerkurs 2019

16.03.2019

10 Uhr

- Anmeldung und Besprechung über Jahresablauf

- Erste Bienenfachkunde

30.03.2019

10 Uhr

- Teil 1: Bienenfachkunde

- Teil 2: Böden der Beuten reinigen

1. Durchsicht der Völker(wenn das Wetter mitspielt)

13.04.2019

10 Uhr

- Teil 1: Bienenfachkunde

- Teil 2: Durchsicht der Völker

Drohnenrahmen einsetzen

04.05.2019

10 Uhr

- Teil 1: Bienenfachkunde

- Teil 2: Durchsicht der Völker

Absperrgitter und Honigzarge aufsetzen

Drohnenwabe kontrollieren

25.05.2019

10 Uhr

- Teil 1: Bienenfachkunde

- Teil 2: Durchsicht der Völker

Ableger bilden

26.06.2019

10 Uhr

- Teil 1: Bienenfachkunde

- Teil 2: Durchsicht der Völker

Erste kleine Futtergabe oder Varroabehandlung

13.07.2019

8 Uhr am Bienenstand

- Teil 1 Honigzargen entfernen

Honigwaben schleudern

27.07.2019

10 Uhr

- Teil 1: Bienenfachkunde

- Teil 2: Varroabehandlung mit 60% Ameisensäure

Durchsicht der Völker

28.09.2019

Abschlussfahrt nach _______________

Überreichung der Teilnahmebescheinigung

Tipps und Informationen für Imker

24.12.2018: Rückblick auf die Winterbehandlung

1. Wie fast alle Jahre gab es im November eine Nachtfrostperiode. 

2. Da die Königin nicht nach der ersten Nacht mit etwas Frost aus der Brut geht, muss man nach vielleicht  dritten Frostnacht mit dem Rechnen (21 Tage) beginnen. Nachtfrost ist nicht gleich Nachtfrost. Bei einer starken Frostperiode fressen die Bienen sogar die offene Brut auf.

3. Völker mit nur dünnen Beutendeckel, d.h. geringe Wärmedämmung, sitzen ein paar cm tiefer unter dem Deckel. Das Träufeln geht leicht. Bei einem 5 cm dicken Styropordeckel überwintern die Bienen breit und ganz oben unter dem Deckel. D.h., mit einem dünnen Deckel kann man die Bienen beeindrucken im Sinne von sie gehen früher aus der Brut. Ein offener Gitterboden wirkt ähnlich. Beides zusammen müsste eine tolle Wirkung haben.

4. Das eine Woche lange bestimmen des spontanen Milbenabfalls vor der Behandlung war hilfreich. Es verhindert unnötige Behandlungen. Bei einigen Völkern fielen spontan keine Milben. Bei meinen Völkern fielen  0-4 Milben innerhalb 7 Tagen. Es wurden nur die Völker mit 1 und mehr Spontanmilben pro Woche behandelt. Es fielen 0, 3, 13, 16, 45 und 78 Milben innerhalb einer Woche nach der Behandlung. 45 und 78 Milben fielen bei den Völkern mit vier Spontanmilben pro Woche, d.h. ich war zu vorsichtig. 0,5 Spontanmilben und mehr pro Tag ist ist der richtige Bereich für das Behandeln.

5. Es gibt oftmals Ausreißer: Zwei von dreizehn Völker hatten 45 und 78 Behandlungsmilben. Die Aussage, heuer gibt es wenig Wintermilben, deshalb behandle ich alle meine Völker nicht , ist falsch.

6. Das Träufeln von Oxalsäure macht bei einräumigen Völkern wenig Arbeit und viel Freude. Die Bienen scheinen unbeeindruckt von der Behandlung (Aussage von Alfred Fröse).

Friedliche Weihnachten wünscht euch Albert     

11.12.18: Varroabehandlung im Spätherbst und Dezember

Im November-Dezember wartet man auf eine Nachtfrostperiode. Nach zwei aufeinanderfolgenden Nächten mit Frost im November geht die Königin aus der Eiablage. Dies war 2018 von 18.-21.11. der Fall. Drei Wochen später ist das Bienenvolk ohne verdeckelte Brut. Die geträufelte Oxalsäure ist dann gut wirksam. Den vorausberechneten Behandlungsbeginn trägt man in den Kalender ein. Wenn man es vergessen hat, kann man mittels Google unter dem Stichwort "Varroawetter" nachschauen.

 

Als endgültigen Zeitpunkt wählt man einen frühen Vormittag nach einer kalten Nacht aus. Zum Zeitpunkt der Behandlung muss es 5 Grad Celsius oder kälter sein. Je kälter, umso enger sitzen die Bienen beieinander und reiben sich gegenseitig mit der Oxalsäure ein. Der Zucker dient dazu, das Mittel klebriger zu machen. Je kälter es ist, umso weniger Bienen fliegen auf und verklammen.

 

Die Behandlungsmenge richtet sich nach der Größe der Völker und liegt zwischen 25 und 50 ml. Also bei kleinen bis mittelgroßen Völkern 25 und 40 ml handwarme Oxalsäurelösung in dünnem Strahl oder tröpfelnd in die Wabengassen auf die Bienen, nicht auf die Rähmchen, geben. Dabei befindet sich der Varroaschieber unter dem Bienenvolk.

 

Soll man alle Völker behandeln ? Frau Dr. Pia Aumeier sagt so schön: "Nur Kranke bekommen eine Medizin." Schwächelnde, kränkelnde Völker sind unbedingt zu behandeln. Auch alle Völker, bei denen drei oder mehr Milben pro Woche spontan abfallen, sind zu behandeln (d.h. Varroaschieber mindestens eine Woche vor der Behandlung unter dem Bienenvolk platzieren und den Spontanmilbenabfall ermitteln). 

 

Eine Woche nach der Behandlung zieht man den Varroaschieber und freut sich am Behandlungsergebnis. Bei mehr als 200 Milben pro Volk muss man sein eigenes Varroakonzept für den Sommer überdenken.

 

Den Winter über bleibt die Beute ansonsten ohne Varraoschieber. Durch die dadruch gute Belüftung der unten offenen Beute sitzt das Bienenvolk oben im Trockenem. Es kommt nicht zu Schimmelbildung auf Waben.Trockene Kälte ist leichter zu ertragen als eine feuchte, nasse Bienenwohnung.

 

Anschließend hat der Imker bienenfrei bis Februar. Man hat jetzt Zeit, sich theoretisch Imkerwissen anzueignen. 

13.9.2017: Der Sachverständigenrat für die Apothekenpflicht hat am 13.6.2017 beschlossen, dass Oxalsäure und ApiLifeVar aus der Apothekenpflicht entlassen werden. Somit können diese beiden Medikamente spätestens im Frühjahr ohne die Einbindung von Apotheken oder Tierärzten bezogen werden, d.h. die beiden Medikamente sind demnächst freiverkäuflich..

1.5.2017: Beim Lesen des Versicherungsscheins meiner privaten Haftpflichtversicherung habe ich entdeckt , dass die Risiken der Bienenhaltung standartmäßig mit eingeschlossen ist, d.h. mitversichert ist.

Honig ernten ohne zu schleudern? Ein Test des Flow Hives

31.5.2016:Flow Hive - die Innovation aus Australien - Honig ernten ohne zu schleudern, ohne die Magazinkästen überhaupt öffnen zu müssen? Gabi Graßl und Albert Eismann, Mitglieder des Imkervereins Neustadt, haben das neue Wabensystem ausprobiert.

Fazit der ersten Flow-Hive-Honigernte

Ja, das System funktioniert und erspart eine Menge Arbeit. Für die Bienen ist diese Art der Honigernte, bei der die Beute nicht geöffnet wird, sicher angenehmer. Für den Imker ist es eine bequeme und nicht billige Sache. Wir haben für drei Flow Hive Waben und einen 8-Rahmen-Langstroth-Honigraum aus Zedernholz inklusive Transport nach Deutschland 352 Euro bezahlt.

 

Kosten lassen sich sparen, wenn man hier in Deutschland einen Langstroth-Honigraum kauft (spart Transportkosten) und die beiden Fenster an der Rückseite für die Honigernte selbst ausschneidet. Dafür gibt es unter www.honeyflow.com eine detaillierte Anleitung.

 

Leider haben die Bienen die Kunstoffwaben im Vergleich zu den Wachswaben schlecht angenommen. Bleibt abzuwarten, ob sich das im Laufe der Zeit, wenn auch die Kunststoffwaben nach Wachs und Honig riechen, bessert.

 

Die entleerten Kunstoffwaben sind immer noch teilweise verdeckelt. Nach Angaben des Herstellers entfernen die Bienen jetzt die Wachsdeckel, verschließen die kleinen Spalten in den Wabenzellen wieder und lagern wieder Nektar oder Honigtau ein. Wir werden von der Flow-Hive-Sommerhonigernte berichten.

 

Aus unserer Sicht eignet sich das System unter Umständen für Hobbyimker, die nur zwei oder drei Völker halten und sich damit die Anschaffung einer Honigschleuder sparen können. Dieses ersparte Geld muss allerdings in die Kunststoffwaben investiert werden. Bleibt die Arbeitsersparnis und weniger Stress für die Bienen. 

 

Negativ am Flow Hive ist vor allem, dass es die Waben bislang nur im Langstroth-Maß gibt. 

Und offenbar gibt es auch einige Leute, die sich noch nie mit Imkerei befasst haben und nun meinen, sie können sich einen Flow Hive mit Bienen in den Garten stellen und nach Belieben Honig abzapfen, ohne sich um die Bienen zu kümmern  ...!

 

Offene Fragen (und es gibt sicher noch weitere): 

- Wie haltbar sind die teuren Kunststoffwaben, wie lange können sie verwendet werden?

- Was tun, wenn der Honig zu fest ist, um abzulaufen?

 

Update vom 3. Juni 2016: Ja, die Bienen haben die verdeckelten und entleerten Wabenzellen tatsächlich mittlerweile, drei Tage nach der Honigernte, entdeckelt.

 

Ernte des Sommerhonigs (Ende Juli 2016): Die Akzeptanz der Plastikwaben hat sich mittlerweile verbessert, es konnte mehr Honig daraus geerntet werden. Die Ernte des Sommerhonigs aus dem Flow Hive sollte wegen der Räubereigefahr erst abends nach Beendigung des Bienenflugs vorgenommen werden. 

Im Frühjahr Weidenstecklinge ziehen - Pollenversorgung verbessern

Mit einer Gartenschere 10 cm lange Astabschnitte von dreijährigen Zweigen abschneiden und im Haus in mit Erde gefüllte Joghurtbecher stecken. Gut feucht halten. Nach einer Woche beginnen die Stecklinge auszutreiben. Bei frostfreiem Wetter können sie bald ausgepflanzt werden. Das klappt auch bei den zuerst blühenden Salweiden.

1.12.2015

Winterbehandlung der Bienen gegen die Varroa

Eigentlich müßte sie als "die Behandlung der brutfreien Völker" bezeichnet werden. Denn nur bei Brutfreiheit wirkt die angewandte Oxalsäure gut. In Österreich nennt man die Oxalsäure auch Bienenwohl (bei uns nicht üblich). 

 

Genaueres zur Vorgehensweise ist vom Bieneninstitut Celle hier dargestellt:

Infobrief vom 23November2015_LAVES IB Ce
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27.11.2015

Beobachtungen aus einer einfachen Hobbyimkerei

13.9.2017: Zwölf Tage nach Herausnahme des letzten Nassenheider Verdunsters habe ich die Varroaschieber wieder in die Beuten eingelegt. Mal schauen, wer noch eine zweite Ameisensäurebehandlung benötigt.

Bei zwei von zwölf Völkern fielen innerhalb drei Tage sieben bzw. 13 Milben spontan ab. Bei der anschließenden einmaligen Schwammtuchbehandlung (wenn es mittags mehr als 15 Grad Celsius hat) fielen 67 bzw. 137 Milben. Unbehandelt hätte sich diese Milbenzahl bis Ende November vervierfacht, d.h. 268 bzw. 548 Milben wären dann mehr im Volk.

15.7.2017: Erstmals werde ich heuer die Varroabehandlung nach Bedarf durchführen, d.h. wenn mehr als drei Milben pro Tag spontan fallen behandele ich. Die Bauern nennen dies das Schadschwellenprinzip bei ihren Pflanzenschutzmitteleinsatz.

Der Merksatz von Frau Dr. Pia Aumeier dazu lautet: Nur Patienten bekommen ein Medikament.

Die drei Wochen nach ihrer Bildung bereits behandelten Ableger werden erst Ende August behandelt.

29.12.2015

Ergebnis der Oxalsäurebehandlung:

Am Sonntag, den 20.12.2015, gleich nach Sonnenaufgang (noch war es kalt, enger Sitz der Bienen) wurden die sieben Völker mit 30 ml - 40 ml angewärmter Oxalsäure beträufelt. 

In den darauf folgenden sieben Tagen fielen beim 1. Volk 5 Milben, beim 2. Volk 10 Milben, beim 3. Volk 122 Milben, beim 4. Volk 14 Milben, beim 5. Volk 8 Milben, beim 6. Volk 87 Milben und beim 7. Volk 19 Milben.

 

Das Ergebnis der Behandlung ist sehr unterschiedlich. Es hätte sich also gelohnt, vorher eine Woche lang den spontanen Milbenfall zu erfassen und dann nach Bedarf zu behandeln.

 

Sind nun z.B. 20 abgefallene Milben viel oder wenig ?

Nehmen wir an, daß 1. die Hälfte der abgetöteten Milben sowieso bis zum 1. Februar      gestorben wären 2. die Völker ab 1.Februar zu brüten beginnen und 3. sich die Milbenzahl bei brütenden Völkern monatlich verdoppelt, so sind aus 10 Milben vom 1. Februar /20/40/80/160/320/640 Milben am 1. August geworden.

 

Sechs von den sieben Völkern haben Ende Dezember über Mittag bereits Pollen vom benachbartem Senffeld heimgetragen.